Pflanze des Monats Februar: Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) im ganzen Areal

"Der Februarwind saust über das Pflänzchen; tausend Schneeflocken wirbeln darauf herab oder die trockenen Blätter ringsum fliegen auf und flüstern von Vergehen und Sterben. Mitten unter ihnen steht das kleine Pflänzchen, wächst unaufhaltsam dem Licht entgegen, immer auf die Sonne hoffend und auf das Leben. Und als endlich ein heller Strahl durch die Nebel bricht, da ist plötzlich aus der grünen Knospe das reizende Schneeglöckkchen geworden." Diese etwas abgeänderte Beschreibung von Carus Sterne, entnommen aus "Erdbeerbaum und Zaubernuss", passt vortrefflich zur Stimmung, wie sie sich im Moment auf den Wiesen unter den Bäumen präsentiert. Warum blühen aber Schneeglöckchen und co. bereits so früh in der noch kalten Jahreszeit. Sie richten sich in ihrer Entwicklung und dem Blühen genau auf die Zeit, in welcher es nicht mehr allzu kalt ist und auch noch sehr viel Licht auf den Boden fällt, bevor die ergrünten Bäume dieses nicht mehr durchlassen. Ihre ganze Kraft für das rasche Aufblühen nehmen sie aus unterirdischen Speicherorgane, beim Schneeglöckchen z.B. eine Zwiebel mit beträchtlichen Stoffreserven.

Pflanze des Monats Januar: Solandra grandiflora im Farnhaus (33)

Solandra grandiflora auch etwa Goldkelch genannt ist ein Nachtschattengewächs (Solanaceae) aus Mittelamerika und Westindien. Sie wächst als Kletterpflanze auf Bäumen (epiphytisch) und kann eine Länge von bis zu 30 Meter erreichen. Die auffallend grossen und duftenden Blüten sitzen auf kurzen Blütenstielen. Die Pflanze ist stark giftig und halluzinogen. In der Wurzel wurde eine Alkaloidkonzentration von 0.64% gefunden. Bei uns blüht Solandra grandiflora zum erstenmal. Wir denken dank dem besseren Lichteinfall durch die neuen Schauhausdächer.

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